SEO als Dienstleistung als Virtuelle Assistenz I Kristin Holm

SEO als VA-Dienstleistung für nachhaltige Sichtbarkeit (für Introvertierte) 

Interview mit SEO Expertin Jane von Klee

Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO) gilt oft als ein Buch mit sieben Siegeln. Viele VAs und Online Unternehmer starten oft gar nicht erst damit, weil ihnen das ganze Thema so kompliziert erscheint und sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen. 

Dabei kannst du dank SEO langfristig und nachhaltig sichtbar werden – ohne 24/7 bei Social Media präsent sein zu müssen. Jane von Klee ist SEO Expertin und erklärt dir in einfachen Worten, worauf es bei deiner eigenen SEO wirklich ankommt.

Außerdem erfährst du…

  • Tipps, wie du deine eigene Website und die deiner Kund*innen optimierst
  • Welche aktuellen Trends es beim Thema SEO und der Gestaltung der Website gibt
  • Was du als VA mitbringen solltest, um Website & SEO als Dienstleistungen anbieten zu können
  • Welche häufigen Fehler du vermeiden kannst
  • Wie du SEO nutzt, um mehr Kund*innen zu gewinnen

Was ist eigentlich Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO)?

Suchmaschinenoptimierung ist alles, was wir tun, damit eine Website bei Google gefunden wird. Dazu zählt unter anderem das Verwenden der richtigen Keywords, also Schlagwörter, nach denen gesucht wird. Durch Keyword-Recherche versuchst du herauszufinden, was die Menschen bzw. deine Zielgruppe bei Google suchen. 

Außerdem geht es darum, Menschen hilfreiche Informationen zur Verfügung zu stellen. Zuerst findest du mithilfe einer Keyword-Recherche heraus, wonach die Menschen, die du ansprechen willst, suchen. In einem zweiten Schritt versuchst du nachzuvollziehen, warum sie danach suchen und welche Informationen sie benötigen. Im letzten Schritt erstellst du Inhalte, die dazu passen. 

Zudem gibt es eine technische Seite, die du beachten musst. Hier geht es beispielsweise um das Optimieren der Ladegeschwindigkeit der Website oder um das Sicherstellen, dass sie auf allen Geräten funktioniert (also z.B. auch in der mobilen Ansicht). 

Kurz gesagt ist das Ziel von Suchmaschinenoptimierung, eine Website so zu gestalten, dass sie sowohl Google als auch den Besucher*innen gefällt. 

Fange früh genug mit Suchmaschinenoptimierung an!

Der erste Fehler beim Thema SEO ist es, zu spät damit anzufangen. Es gibt viele Zahnrädchen, die bei der Suchmaschinenoptimierung ineinander greifen. An einige solltest du schon denken, bevor du deine Website erstellst. Es spielt z.B. eine Rolle, wie du deine Domain nennst und welchen Webseiten-Anbieter du nutzt. Du kannst zwar im Nachhinein Dinge verändern, aber das ist immer mit erheblichem Mehraufwand verbunden. Du kannst dir also viel Zeit und Nerven sparen, wenn du das Thema SEO von Anfang an angehst. Dafür musst kein Profi sein, aber es ist gut, einige Grundlagen zu kennen. 

Die Keywordrecherche: Diese solltest du erledigen, bevor du einen Text schreibst und nicht danach! Es geht nicht nur darum, möglichst viele Keywords zu verwenden, sondern schon in der Planung des Textes solltest du dir überlegen, was deine Leser*innen brauchen und wie du ihnen dabei helfen kannst. Im schlimmsten Fall merkst du bei der nachträglichen Keywordrecherche, dass du den kompletten Text noch einmal neu schreiben musst und hast doppelte Arbeit. 

Du machst Suchmaschinenoptimierung nicht für Google!

Ein weiterer SEO-Denkfehler: Du denkst, du schreibst für Google und um den Google Algorithmus zufriedenzustellen. 

Das ist ein Irrglaube: Du schreibst nicht für Google, sondern für die Menschen, die du mit deiner Arbeit erreichen willst. 

Google richtet sich nach den Menschen aus, die diese Suchmaschine nutzen – und das aus einem egoistischen Grund. Denn auch Google ist ein Dienstleister und ist davon abhängig, dass die Menschen zufrieden sind. Sind sie unzufrieden, gehen sie zur Konkurrenz. Google versucht also, seine Benutzer*innen zufriedenzustellen, z.B. in dem sich Google in die Menschen einfühlt und sich fragt, warum sie Google nutzen, was sie eingeben und was sie brauchen. Auf Grundlage dieser Daten werden Ergebnisse angezeigt, die genau zu ihnen passen. 

Google beobachtet permanent Websites im Internet und schaut sich an: 

  • Was steht auf der Website? 
  • Wie gehen Menschen mit der Seite um? 
  • Wie lange bleiben die Menschen auf der Seite?
  • Füllen sie Formulare o.Ä. auf der Seite aus? 
  • Oder klicken sie sofort wieder auf den “Zurück” Pfeil, weil ihnen die Seite nicht geholfen hat? 

All das erfasst Google. Letztendlich stehen die Seiten im Google Ranking weit oben, die bei den Menschen gut ankommen. Deshalb solltest du bei deiner Webseite an die potenziellen Nutzer denken und schauen, wie du ihnen möglichst gut weiterhelfen kannst. 

Fange bei deiner eigenen Website an und Frage dich:

  • Gefällt meinen Kund*innen die Website?
  • Finden sie, was sie finden wollen?
  • Haben sie die nötigen Informationen?
  • Ist die Seite gut nutzbar? 
  • Macht es Spaß?
  • Finden sie sich gut zurecht? 

Beginne damit, dich zu fragen, was dir selbst gut bei anderen Seiten gefällt und was dich nicht. Richte deine eigene Website danach aus.

Wie du eine Keyword-Recherche durchführen kannst

Zuerst muss eine Sache klargestellt werden: Keywordrecherche ist ein sehr komplexes Thema. Eine professionelle Keyword-Recherche kann mehrere Tage dauern. Die richtigen Keywords zu finden, ist die schwierigste Aufgabe im Bereich SEO. Dennoch ist der Ablauf immer gleich: 

Zuerst brainstormst du und überlegst dir: 

“Was denke ich, was meine Kund*innen suchen würden?” 

Das setzt natürlich voraus, dass du deine Kund*innen kennst. Deshalb solltest du vor der Keyword -Recherche deine Wunschkund*innen definieren, falls du es noch nicht getan hast. 

Wichtig: Beziehe diese Frage nicht nur auf dein Angebot, sondern überlege dir, welche Fragen sich deinen Kund*innen stellen, wenn sie mit deinem Thema noch keine Berührungspunkte hatten. 

Beispiel:

Du denkst, dass die Menschen nach “SEO Coaching”, SEO Seminar” etc suchen. Aber die Menschen, die noch nie von SEO gehört haben, suchen etwas anderes:

  • “Bei Google gefunden werden.”
  • “Online sichtbar werden” 
  • “Website optimieren”

Du siehst, die Suchanfragen variieren, je nachdem, wie tief die Menschen schon in dein Thema eingestiegen sind. Das solltest du immer im Hinterkopf behalten. Menschen sind an unterschiedlichen Stellen und du solltest versuchen, sie alle mitzunehmen.

Tools für die Keywordrecherche

Nach diesem ersten Brainstorming gibt es Tools, die dir helfen, noch bessere Einblicke und Ideen zu bekommen. Ein Tool, das du nutzen kannst: AnswerThePublic.

Dort kannst du ein Schlagwort eingeben und erhältst zahlreiche Fragen und Phrasen, die Menschen zu diesem Begriff bei Google eingeben. Suche dir diejenigen Fragen aus, die zu deinem Thema passen und nutze sie!

Ein weiteres Tool, dass du zur Keyword-Recherche nutzen kannst: Ubersuggest

Dort kannst du ebenfalls Schlagworte eingeben und bekommst Vorschläge für weitere Keywords. Ubersuggest geht aber noch eine Stufe weiter: Du bekommst nicht nur Ideen für Keywords, sondern auch Auswertungen dazu. Du siehst beispielsweise das Suchvolumen, das angibt, wie viele Menschen ein Keyword pro Monat suchen. Außerdem findest du die SEO Difficulty heraus, die dir anzeigt, wie schwer es tendenziell ist, mit diesem Keyword gefunden zu werden, d.h. wie lange es dauert und wieviel Aufwand es ist, auf Seite 1 der Google Ergebnisse aufzutauchen. Und du siehst den Cost per Click, also wie viel pro Klick in Werbeanzeigen gesteckt wird. Das ist ein guter Indikator, denn wenn in einen Suchbegriff viel Budget gesteckt wird, ist das normalerweise ein Thema, für das Menschen bereit sind, Geld auszugeben. Somit kannst du gut abzuschätzen, wie viel es dir finanziell bringt, dieses Keyword zu nutzen.

In der Analyse vergleichst du verschiedene Keywords anhand der Daten miteinander und wählst aus, welche du nutzen möchtest. 

Welche Skills brauchst du als Virtuelle Assistenz, um SEO als Dienstleistung anzubieten?

Bei SEO kannst du sowohl inhaltlich unterstützen, indem du z.B. Texte schreibst oder optimierst, oder bei der technischen Umsetzung. Im technischen Bereich kannst du dich z.B. darum kümmern, die Ladegeschwindigkeit einer Website zu verbessern. Diese Dienstleistung passt vor allem gut zu dir, wenn du technikaffin bist, eventuell sogar Programmierkenntnisse hast oder dich mit WordPress auskennst. Zur technischen Seite von SEO zählt auch Webdesign: Ist die Seite gut nutzbar, kann man den Text gut lesen, …

Wenn du inhaltlich unterstützen möchtest, ist es hilfreich, gerne zu texten. Außerdem sind gute Recherchekenntnisse von Vorteil. Du kannst dich schnell in neue Bereiche einarbeiten, Themen gut strukturieren und herunterbrechen, sodass auch Außenstehende sie verstehen? Dann kommt SEO als Dienstleistung für dich infrage! Im Textbereich ist die Keyword-Recherche eine Grundvoraussetzung. Du solltest wissen, wie du gute Keywords findest und an welchen Stellen du sie in deinen Texten, Bildern etc. einbauen kannst. Zudem solltest du wissen, was inhaltlich zur Optimierung einer Seite gehört, z.B. wie Bilder und Texte zusammenspielen oder wie du eine URL gestaltest.

Wie kann man die Zusammenarbeit zwischen Virtueller Assistenz und Kunde oder Kundin gut gestalten?

Nimm dir genug Zeit für die Einarbeitung zu Beginn der Zusammenarbeit und kommuniziere von Anfang an, dass es Zeit braucht. Versprich nichts, was du nicht halten kannst. Erkläre genau, welche Schritt anfallen, was zu tun ist und wie lange es dauert, bis Ergebnisse eintreten. 

Wenn du für deine Kund*innen Texte schreiben sollst, lass dir von ihnen Feedback geben, z.B. ob du ihr Wording gut getroffen hast. Du kannst auch ein paar Texte schreiben und dann ein Zoom-Meeting mit deiner Kundin oder deinem Kunden vereinbaren. Hier besprecht ihr gemeinsam die Texte und du lässt dir genau erklären, was du verbessern kannst, Satz für Satz. Mache dir (und deinen Kund*innen) bewusst, dass es Zeit braucht, bis du Texte schreibst, die genau nach ihnen klingen. 

Außerdem sollte es von Seiten deiner Kund*innen vorab ein gutes Briefing geben:

  • Wer sind die Menschen, an die wir uns richten?
  • Wer soll die Texte lesen? 
  • Wird geduzt oder gesiezt?
  • Wird gegendert und wenn ja, wie?
  • Gibt es No-Go-Begriffe? 
  • Gibt es Wörter, die deine Kund*innen oft verwenden? 
  • Wie lange sind die Sätze?
  • Werden Anglizismen verwendet? 
  • etc.

Hab keine Angst, viele Rückfragen zu stellen! Frage so lange nach, bis du denkst, dass du bereit bist, die Texte zu schreiben und eine klare Vorstellung hast, wen sie ansprechen sollen. Lass dir Texte deiner Kund*innen schicken oder lies dir, falls vorhanden, die Website, E-Mails oder Social Media Beiträge deiner Kund*innen durch, um zu sehen, wie deine Kund*innen schreiben. 

Ich hoffe, dieser Blog-Artikel konnte dich dazu inspirieren, deine eigene Suchmaschinenoptimierung zu verbessern oder dir eine Idee geben, wie du als Virtuelle Assistenz SEO als Dienstleistung anbieten kannst. Und vor allem hoffe ich, dass das Thema SEO für dich greifbarer geworden ist.

Du möchtest noch mehr zum Thema Suchmaschinenoptimierung lernen?

Wenn du mehr von Jane zum Thema SEO erfahren möchtest, werde Teil der VA Workademy! In meiner Membership speziell für dich als Virtuelle Assistenz kannst du dich nicht nur mit anderen VAS austauschen und gemeinsam in die Umsetzung kommen, sondern dich auch fortbilden, unter anderem mit der Online-Marketing-Akademie. Hier findest du zahlreiche Masterclasses und Workshops rund ums Thema Online-Marketing, unter anderem Pinterest, Ads und natürlich auch Suchmaschinenoptimierung. In Janes Masterclass zum Thema SEO lernst du, wie du Suchmaschinenoptimierung für deine Kund*innen umsetzen kannst.

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